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Als
Mitglied der Winzervereinigung Vinea
Wachau Nobilis Districtus haben wir uns verpflichtet, die Wachauer
Weinkultur zu fördern und unter ständiger Selbstkontrolle naturbelassene
Weine von hoher Qualität zu erzeugen.
"VINEA WACHAU NOBILIS DISTRICTUS"
bezeichnete
Leuthold I. von Kuenring/Dürnstein, "Oberster Schenk in Österreich"
(1243-1312), das Kernstück seiner Besitzungen; gleich dem heutigen
gesetzlich abgegrenzten Weinbaugebiet "Wachau".
Drei Weine (Weinkategorien) als Ausdruck
Wachauer Individualität:
Um
die Einzigartigkeit der Weine aus den Weingärten des Donautales zwischen
Melk und Krems zu betonen, und um die bestmöglichen Voraussetzungen
für die Kelterung höchster Qualitäten zu schaffen, klassifizierte
der Schutzverband VINEA WACHAU die Weine der Wachau in drei Kategorien:
Steinfeder, Federspiel
und Smaragd. Damit entwickelte man ganz
speziell auf Basis der in der Wachau gegebenen weinbaulichen Möglichkeiten
die Rahmenbedingungen für Qualitätsweine, wie sie nur hier und
nirgendwo sonst auf der Welt wachsen können. Wachauer Wein ist deshalb
einzig und unvergleichlich.
VINEA
WACHAU kontrolliert - neben den gesetzlichen Erfordernissen - den Ausbau
der Weine und deren Qualität durch Analysen, Mengenprüfung und
kommissionelle Degustation. Von jedem Wein werden Musterflaschen hinterlegt,
die jederzeit eine weitere Kontrolle gestatten. Kein Wein der Wachauer
Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd darf aufgezuckert werden.
Die Abfüllung erfolgt ausschließlich in Bouteillen.
Steinfeder - die fröhlich-leichte Rarität

"Steinfeder"
ist der Name der leichten, duftigen Weine des abgegrenzten Weinbaugebietes
Wachau. Die Steinfeder (stipa pennata) - das federleichte Gras der steilen
Weinberge der Tallandschaft - gab diesem fröhlichen Weinen den Namen.
Steinfeder-Weine können aus allen Wachauer Qualitäts-Weißweinsorten
erzeugt werden. Die Trauben müssen ein Mostgewicht von 73° bis
83° Öchsle (15-17° KMW) aufweisen. Die Moste werden immer
durchgegoren. Der Alkoholgehalt dieser Weine beträgt maximal 10,7
Vol. %, ist also sehr niedrig. Die Wachau ist das Weinbaugebiet, in dem
es auf Grund des naturgegebenen Klimas und der Bodenbeschaffenheit möglich
ist, Weine mit so geringem Alkoholgehalt zu keltern, die dennoch in ihrem
Charme und in ihrem Nuancenreichtum überzeugen.
Federspiel - ein herrschaftlicher
Wein voll Kraft und Charme

"Federspiel"
heißen die Wachauer Weine im Kabinettbereich, mit einem Mostgewicht
ab 83° Öchsle (17° KMW) jedoch maximal 12 % Vol. Alkohol.
Diese Weine sind ausnahmslos trocken vergoren und stellen Spezialitäten
dar, die nur in guten Lagen und Jahrgängen erreichbar sind und die
sich durch ihren fruchtig-charmanten Charakter und durch ihre kraftvolle
Delikatesse auszeichnen. Der Name Federspiel beruht auf dem alten Brauch
des Zurückholens des Beizvogels bei der Falkenjagd - eine gerade
in der Wachau in früherer Zeit übliche Form herrschaftlicher
Jagd. Federspiel-Weine schließen an die Steinfeder-Kategorie an
und können aus allen Qualitäts-Weißweinsorten erzeugt
werden, die in der Wachau heimisch sind.
Smaragd - der kostbare Wein der Wachau

"Smaragd"
ist die Bezeichnung für die Kategorie von Qualitätsweißweinen
der Wachau, welche aus Trauben ab einem Reifegrad von 90° Öchsle
gekeltert wurden. Smaragdeidechsen fühlen sich in den Wachauer Weinterrassen
besonders wohl. An schönen Tagen sonnen sie sich neben den Rebstöcken
und wurden zum Symbol für Wachauer Trauben mit vollendeter physiologischer
Reife. Diese besonders kostbaren Weine können nur in den besten Jahren
gewonnen werden. Nach alter Wachauer Tradition werden sie bis zum natürlichen
Gärstillstand vergoren. Halbsüße oder süße
Weine sind von der Bezeichnung Smaragd ausgeschlossen. Prädikatsbezeichnungen
wie Kabinett, Spätlese, Auslese und dergleichen im Zusammenhang mit
Smaragd werden nicht verwendet. Auch nach 25 und mehr Jahren richtiger
Lagerung werden diese Weine Freude bereiten. Die Flaschen sind daher mit
langen Korken (mind. 49 mm), die Jahrgangsbrand tragen, verschlossen.
Zugelassen sind alle Qualitäts-Weißweinsorten. Weine mit der
Bezeichnung Smaragd dürfen erst ab 1. Mai des auf die Lese folgenden
Jahres in Verkehr gebracht werden.
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